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Wie wir verpacken

Nachhaltigkeit leben

Der Versandhandel verbraucht viele Ressourcen: Die von Ihnen bestellten Waren werden zum Schutz vor Beschädigung und Verschmutzung sorgfältig verpackt und europaweit über das Straßennetz transportiert. In diesem Kontext gibt es verschiedene Möglichkeiten, verantwortungsvoll und ressourcenschonend zu handeln – für Sie als Kundin/Kunde und für uns als Anbieter. Lassen Sie uns gemeinsam Wege finden, dies zu tun!

Faktor »Versandverpackung«

CO2-Bilanz verbessern

Um Ihre Produkte sicher zu versenden und vor Kratzern und anderen Beschädigungen zu schützen, verwenden wir zum Einwickeln, Auspolstern und Versenden ungebleichte Verpackungskartons, Seiden-, Kraft- und Graspapier, Papiertüten und biologisch abbaubare Verpackungschips aus pflanzlicher Stärke, die über die Biotonne oder den Kompost entsorgt werden können. Das Verpackungsband besteht aus Papier, die Klebeflächen sind mit Naturkautschuk beschichtet. Wir nutzen auch gebrauchtes Verpackungsmaterial, das aus an uns gelieferten Sendungen stammt, soweit es sauber und biologisch abbaubar ist. Nichts wird entsorgt, was weiter verwendet werden kann – Verpackungsmaterialien sind wertvolle Ressourcen!

Faktor »Produktverpackung«

CO2-Bilanz verbessern

Wer mit Pigmenten arbeitet, möchte sie bequem entnehmen und sicher verschließen können. Für Endverbraucher sind Tiegel daher optimal – aber aus welchem Material? Glas erscheint auf den ersten Blick als beste Lösung. Ist es das wirklich? Um eine sinnvolle Entscheidung treffen zu können, haben wir recherchiert und uns bemüht, unterschiedliche Aspekte zu berücksichtigen. Wir bieten unsere Produkte z. B. ausschließlich im Versandhandel an. Die Produkte legen, in der Regel per Automobil befördert, weite Wege zurück. Das bedeutet: Jede Gewichtsreduzierung spart effektiv CO2 ein. Der Onlineverkauf bedeutet auch, dass eine ökologisch sinnvolle Rücknahme der Verpackungen ausgeschlossen ist – jedes Zurücksenden gebrauchter Verpackungen bedeutet ein Mehr an CO2-Emissionen. Wir benötigen demnach eine Einweg-Verpackung, die im Gewicht leicht, stabil, unzerbrechlich und zu 100 % recyclebar ist.

Warum Glas für Pigmente als Versandbehältnis für Kleinstgebinde aus unserer Sicht nicht die beste Entscheidung ist.

Der erste Grund ist die schlechte Ökobilanz von Glas durch das hohe Transportgewicht der kleinen Einweg-Glasverpackungen. Glas ist ein wundervoller Rohstoff und ökologisch ungeschlagen, wenn es als Mehrwegverpackung mit kurzen (!) Transportwegen eingesetzt wird. Als Einwegverpackung und über größere Distanzen transportiert fällt die Ökobilanz aufgrund des hohen Transportgewichts negativ aus. Für die Abfüllung von 30 g Pigmentmischung wiegt die benötigte PET-Dose 15 g – d. h. die Hälfte. Ein im Fassungsvermögen vergleichbarer Glastiegel wiegt mit 60 g das Doppelte seines Inhalts und das Vierfache des PET-Tiegels. Auch die Strategie mancher Shops, leere Glasverpackungen quer durch die Bundesrepublik zurücksenden zu lassen, ist aus ökologischer Sicht nicht sinnvoll – hier empfiehlt sich, das Glas bevorzugt am Wohnort des Kunden zu recyceln.

Zu einem analogen Ergebnis hinsichtlich Glas und die Verpackung trockener Ware kommt auch der Unverpackt-Verband, hier bezogen auf trockene Lebensmittel. Am Beispiel von Mandeln wurden Verpackungslösungen verglichen:

»Am schlechtesten schneiden die Mandeln im Pfandglas ab. Das Verhältnis zwischen Verpackung und Produktmenge ist schlichtweg zu unausgewogen und der Einwegdeckel kann nur unter größerem Energieaufwand recycelt werden. Besser hingegen ist es da – wenn unverpacktes Einkaufen noch nicht so regelmäßig möglich ist – die Produkte in Großverpackungen zu kaufen. Gerade bei Produkten wie Reis oder Nudeln ist aufgrund der langen Haltbarkeit der Griff zur Großverpackung möglich und erheblich ökologischer als das Mehrwegglas.«

Stellungnahme des Unverpackt-Verbands auf der Webseite des Forschungsprojekts Innoredux (Quelle)

Diese Kernaussagen lassen sich auch auf trockene Pigmente übertragen (mehr dazu erläutere ich weiter unten unter dem Faktor »Gebindegröße«).

Der zweite Grund ist die Zerbrechlichkeit von Glas, die im Hinblick auf den stark färbenden Inhalt aus lungengängigen Feinstpartikeln aus meiner Sicht problematisch ist. Dinge fallen herunter, Dinge zerbrechen. Glassplitter und verschmutzte Böden oder Teppiche sind das eine, das Einatmen feinst in der Luft verteilter Partikel das andere. Wir wissen, wovon wir reden: Uns ist es passiert. Ein PET-Tiegel ist unzerbrechlich und schützt seinen Inhalt zuverlässig.

Aus diesen Gründen bieten wir die bei privaten Endverbrauchern nach wie vor stark nachgefragten Kleinstgebinde unserer Pigmente in transparenten PET-Dosen mit Schraubdeckel an. Sie sind dicht, leicht, langlebig und ermöglichen eine bequeme Entnahme des Inhalts. Sie lassen sich immer wieder neu befüllen und, wenn sie wirklich einmal beschädigt sein sollten, über den gelben Sack zu 100 % recyceln. Hier sind Sie am Zug: Wenn notwendig, entsorgen Sie die Dosen bitte auseinander geschraubt (d. h. Tiegel und Deckel separat, da unterschiedliche Materialien) im Gelben Sack.

Sie als Kundin oder Kunde können ab sofort auf PET verzichten: Unsere Pigmente werden mit wenigen Ausnahmen bereits ab 50 g in lebensmittelechten Standbodenbeuteln aus Kraftpapier abgefüllt, die innen mit einem biobasiertem Kunststoff (PLA) beschichtet sind. PLA ist ein zu 100 % pflanzenbasierendes und biologisch abbaubares Material aus Mais- und Zuckerstärke. Auch der Druckverschluss besteht aus PLA. Sie können die Beutel in der grünen Tonne bzw. im Biomüll entsorgen, der durch industrielle Kompostieranlagen kompostiert wird. Die CO2-Bilanz dieser Verpackungen weist Untersuchungen zufolge eine Reduktion von bis zu 60 % CO2 im Vergleich zum konventionellen Produktionsprozess für Plastik auf. Gleichzeitig sind sie wahre Leichtgewichte. So haben Sie die Möglichkeit, durch Kauf größerer Gebinde aktiv Verpackungsmüll zu reduzieren und die Ökobilanz Ihrer Einkäufe zu verbessern. Wie unsere PET-Tiegel sind auch diese Beutel hygienisch versiegelt und bieten Ihnen die gewohnte Olionatura-Qualität. Sie sehen im Shop bei Auswahl eines Gebindes, worin es verpackt ist – die Entscheidung liegt bei Ihnen.

Faktor »Gebindegröße«

CO2-Bilanz verbessern

Wir haben es in unserer Rolle als Kundin bzw. Kunde wesentlich in der Hand, ökologisch zu handeln: Kaufen Sie optimal so ein, dass Sie selten bestellen müssen. Jede eingesparte Lieferung ist ein enormer Beitrag zum Umweltschutz. Zuhause können Sie die jeweils benötigte Menge z. B. in ein gebrauchtes Glasgefäß abfüllen und den Vorrat platzsparend und gut verschlossen lagern. Gerade mineralische Pigmente sind nahezu unbegrenzt haltbar und lassen sich hervorragend über Jahre lagern, ohne ihre Eigenschaften zu verlieren. Um auch bei den kleinsten Verpackungsgrößen nachhaltig zu handeln, verzichten wir aus Prinzip auf Mikro-Abfüllungen von 5 oder 10 g und haben als Mindestabnahme-Menge 20 g festgelegt.

Tipp: Nutzen Sie eine kostenfreie Beratung vor Kauf. Dafür sind wir da, wir beraten Sie gerne! Große Produktfotos, das technische Datenblatt mit relevanten Informationen zum Produkt und meine konkreten Anwendungsbeispiele und -empfehlungen sollen Sie dabei unterstützen, Ihre individuelle Auswahl zu treffen und Fehlkäufe zu vermeiden, die zu Unzufriedenheit oder vermeidbaren Rücksendungen führen.

Nachhaltigkeit ist ein gemeinsamer Prozess.

Gemeinsam Lösungen finden.

Umweltschutz und Ökologie sind in unserer Industriegesellschaft in ein dichtes Gefüge an Faktoren eingebunden, denen einfache Gleichungen à la »Glas ist immer besser« oder »Kunststoff ist immer schlechter« nicht gerecht werden. Es gilt immer, alle Faktoren einzubeziehen und die aktuell beste aller möglichen Lösungen zu finden … oder den aktuell besten Kompromiss.

Wir denken, das Thema »Nachhaltiges Verpacken« erfordert, es immer wieder erneut zu beleuchten, bisherige Entscheidungen in Frage zu stellen und neue Wege zu prüfen, um nachhaltig zu verpacken. Gerne möchten wir das mit Ihnen gemeinsam tun. Haben Sie weitere Ideen für eine optimierte Ökobilanz? Haben Sie vielleicht völlig andere Anregungen und Ideen zu ökologischen Verpackungslösungen? Schreiben Sie uns!

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