Wie wir verpacken

Ich erinnere mich gut: Für meine Seminare suchte ich 2016 geprüfte Markenpigmente bevorzugt aus Deutschland und der EU. Bereits nach dem ersten Seminar zu dekorativer Kosmetik wurde ich mit dem Wunsch meiner Kundinnen konfrontiert, die dort verarbeiteten Pigmente weiter beziehen zu können. So startete ich vor einigen Jahren meinen Onlineshop mit Fokus auf hochwertige kosmetische Pigmente bekannter Markenhersteller und Kosmetikverpackungen bevorzugt aus Deutschland und Europa.

Verpackungsmüll reduzieren: Faktor »Gebindegröße«

Von Anfang an war für mich wichtig, Verpackungsmüll zu reduzieren. Einer der ersten Schritte bestand darin, auf Kleinstabfüllungen zu verzichten: Statt der üblichen 5 oder 10 g, die viele Endverbraucher-Shops anbieten, habe ich relativ schnell die kleinsten Abfüllungen meiner Pigmente auf 20 g umgestellt, was zu einer erheblichen Reduzierung von Verpackungsmüll und CO2-Emissionen führt. Sie haben es wesentlich in der Hand, durch Ihren Einkauf ökologisch zu handeln: Verzichten Sie auf Kleinst-Bestellungen, kaufen Sie so ein, dass Sie selten bestellen müssen. Jede eingesparte DHL-Lieferung ist ein Beitrag zum Umweltschutz, den Sie in der Hand haben. Das letzte Pigment in 10-g-Dosen (Chromoxid Grün) befindet sich gerade im Abverkauf; es wird in Kürze ausschließlich ab 20 g erhältlich sein.

PET-Dosen und Standbodenbeutel werden original versiegelt, sodass Sie sicher sein können, ein frisches und hygienisch einwandfreies Produkt zu erhalten.

CO2-Bilanz verbessern: Faktor »Verpackung«

Eine wesentliche Entscheidung war die bezüglich einer geeigneten Verpackung für meine Pigmente. Meine Lieblingsmaterialien für hochwertige Verpackungen sind Holz und Glas. Beide kamen aus unserer Sicht hier nicht in Frage. Sie wundern sich, dass wir auch Glas ausschließen? Es gibt im wesentlichen zwei Gründe:

  • Der erste ist seine Zerbrechlichkeit, die im Hinblick auf den stark färbenden Inhalt aus lungengängigen Feinstpartikeln aus meiner Sicht problematisch ist. Dinge fallen herunter, Dinge zerbrechen. Glassplitter und verschmutzte Böden oder Teppiche sind das eine, das Einatmen feinst in der Luft verteilter Partikel das andere. Wir wissen, wovon wir reden, uns ist es passiert.
  • Der zweite Grund ist die schlechte Ökobilanz durch das hohe Transportgewicht der kleinen Einweg-Glasverpackungen. Glas ist ein wundervoller Rohstoff und ökologisch ungeschlagen, wenn es als Mehrwegverpackung mit kurzen Transportwegen eingesetzt wird. Als Einwegverpackung und über größere Distanzen transportiert fällt die Ökobilanz aufgrund des hohen Transportgewichts anders aus. Für die Abfüllung von 30 g Pigmentmischung wiegt die benötigte PET-Dose 15 g – d. h. die Hälfte. Ein im Fassungsvermögen vergleichbarer Glastiegel wiegt mit 60 g das Doppelte seines Inhalts und das Vierfache des PET-Tiegels.

Unsere Wahl fiel daher schnell auf einen Kunststoff, der leicht, chemisch pur und hervorragend recyclebar ist: PET. Diese Entscheidung ist selbstverständlich in einem sehr engen Kontext gefallen: Wir bieten unsere Produkte ausschließlich im Versandhandel an. Die Produkte legen, in der Regel per Automobil befördert, weite Wege zurück. Das bedeutet: Jede Reduzierung an Gewicht spart CO2 ein. Es bedeutet leider auch, dass eine ökologisch sinnvolle Rücknahme der Verpackungen ausgeschlossen ist – jedes Zurücksenden gebrauchter Verpackungen wäre ein Mehr an Verkehrsaufkommen und CO2-Emissionen. Daher gibt es unsere Pigmente in Kleingebinden in transparenten PET-Dosen mit Schraubdeckel. Sie sind dicht, leicht, langlebig und ermöglichen eine bequeme Entnahme des Inhalts. Sie lassen sich immer wieder neu befüllen und, wenn sie wirklich einmal beschädigt sein sollten, über den gelben Sack zu 100 % recyceln. Hier sind Sie am Zug: Wenn notwendig, entsorgen Sie die Dosen bitte auseinander geschraubt (d. h. Tiegel und Deckel separat, da unterschiedliche Materialien) im Gelben Sack.

April 2021 haben wir damit begonnen, alle Pigmente in mehreren Gebindegrößen und Verpackungsvarianten, darunter auch Großverpackungen anzubieten. Die größeren Vorratsgebinde werden in lebensmittelechten Standbodenbeuteln aus Kraftpapier abgefüllt, die innen mit einem biobasiertem Kunststoff (PLA) beschichtet sind. PLA ist ein zu 100 % pflanzenbasierendes und biologisch abbaubares Material aus Mais- und Zuckerstärke. Auch der Druckverschluss besteht aus PLA. Sie können die Beutel in der grünen Tonne bzw. im Biomüll entsorgen, der durch industrielle Kompostieranlagen kompostiert wird. Die CO2-Bilanz dieser Verpackungen weist Untersuchungen zufolge eine Reduktion von bis zu 60 % CO2 im Vergleich zum konventionellen Produktionsprozess für Plastik auf. Zudem sind sie wahre Leichtgewichte. So haben Sie die Möglichkeit, durch Kauf größerer Gebinde aktiv Verpackungsmüll zu reduzieren und die Ökobilanz Ihrer Einkäufe zu verbessern.

Wir haben auch kurz überlegt, die Kleinstgebinde in diesen Beuteln anzubieten. Dagegen spricht, dass sie die »Gebinde in Gebrauch« sind und sich Pigmente einfacher aus einem Tiegel entnehmen lassen statt aus einem Beutel. Ein weiterer Grund ist: Verbraucher wollen die Farben direkt identifizieren können. Das geht nur mit Sichtfenstern, und die bestehen aus Kunststoff. Verbundstoffe sind aus ökologischer Sicht noch kritischer als reine Kunststoffe, weil sie sich nicht trennen lassen – daher haben wir uns bisher gegen die Beutel entschieden.

CO2-Bilanz verbessern: Faktor »Versand- und Füllmaterial«

Um Ihre Produkte sicher zu versenden und vor Kratzern und anderen Beschädigungen zu schützen, verwenden wir aus ökologischen Gründen braune Verpackungskartons, Packseide (spezielles Papier zum Einwickeln), Kraftpapier, kleine Papiertüten und biologisch abbaubare Verpackungschips aus pflanzlicher Stärke, die über die Biotonne oder den Kompost entsorgt werden können. Dabei nutzen wir auch gebrauchtes Verpackungsmaterial, dass aus an uns gelieferten Sendungen stammt, soweit es sauber und biologisch abbaubar ist. Nichts wird entsorgt, was weiter verwendet werden kann – Verpackungsmaterialien sind wertvolle Ressourcen!

Umweltschutz und Ökologie sind in unserer Industriegesellschaft in ein dichtes Gefüge an Faktoren eingebunden, denen einfache Gleichungen à la »Glas ist immer besser« oder »Kunststoff ist immer schlechter« nicht gerecht werden. Es gilt immer, alle Faktoren einzubeziehen und die beste aller möglichen Lösungen zu finden … oder den besten Kompromiss. Wir denken, das Thema erfordert, es immer wieder erneut zu beleuchten, bisherige Entscheidungen in Frage zu stellen und neue Wege zu prüfen. Gerne möchten wir das mit Ihnen gemeinsam tun.

Haben Sie weitere Ideen für eine weiter optimierte Ökobilanz? Haben Sie ganz andere Anregungen und Ideen zu ökologischen Verpackungslösungen? Schreiben Sie uns!

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