Naturkosmetik selber machen. Das Handbuch
- Heike Käser
- Naturkosmetik selber machen. Das Handbuch
- 1. Auflage März 2012, Freya/Linz
- 488 Seiten, Hardcover, fadengeheftet,
- durchgehend farbig gestaltet
- ISBN 978-3-99025-049-5
- Gewicht: 1300 g
- Preis: 34,90 €
Sie können das Buch im Buchhandel vor Ort, beim Verlag, bei Amazon, Hugendubel, Thalia und anderen Online-Buchhandlungen bestellen.
Die Zielgruppe
Dieses Buch richtet sich zunächst an privat motivierte Menschen, die eine Alternative zu kommerzieller Kosmetik suchen und lernen möchten, wie hautphysiologisch orientierte, wirkungsvolle Naturkosmetik zuhause konzipiert und hergestellt werden kann. Offenheit für physiologische und chemische Zusammenhänge reicht völlig aus, niemand muss ein Chemiestudium absolvieren – auch wenn einige Vorkenntnisse aus der Schule durchaus nützlich sind. Unabdingbar ist ein ernsthaftes Interesse, Neugier und der Wunsch, das, was man tut, so gut wie möglich zu tun.
Daneben habe ich Menschen im Blick, die mit ihrer Arbeit anderen Menschen helfen: AromapraktikerInnen, AromatherapeutInnen, KosmetikerInnen stellen auf Kundenwunsch Produkte her, die positiv auf Haut und Seele wirken. Ihnen soll mein Buch Begleiter sein und ein Weg, das eigene Tun zu professionalisieren. Die enthaltenen Rezepturen stehen für diese Berufsgruppen ausdrücklich für eine Herstellung auf Kundenwunsch in der eigenen Praxis frei zur Verfügung.
Zum Konzept des Buches
Während in meinem Buch Naturkosmetische Rohstoffe die Ingredienzien naturkosmetischer Produkte im Fokus stehen, sind es in diesem Buch die Konzeption und Produktion naturkosmetischer Produkte in der heimischen Rührküche sowie in der kosmetischen oder aromatherapeutischen Praxis.Das Handbuch ist in drei große Teile gegliedert:
- Der erste Teil startet mit verständlich aufbereiteten und mit anschaulichen Grafiken visualisierten Basisinformationen: lernen Sie den Aufbau der Haut und ihre Funktionen kennen, schauen Sie sich die inneren Strukturen von Emulsionen an, verstehen Sie den Einfluss von Herstellungsverfahren auf Emulsionsstrukturen, vergleichen Sie native Pflanzenöle und ihre Begleitstoffe und erfahren Sie Prinzipien einer zuverlässigen und hautverträglichen Konservierung.
Sie lernen, welche Faktoren das Auftragsverhalten, die Konsistenz und die kosmetische Qualität einer Emulsion prägen, wie sie durch die Gesamtkonzeption eines Produkts seine kosmetische Wirkung gezielt planen und die Aufnahme von Wirkstoffen beeinflussen können. Sie lernen, aus der Vielfalt an pflanzlichen Ölen Mischungen herstellen, die auf unterschiedliche Hautbedürfnisse eingehen und Ihre Haut oder die Ihrer Kundinnen und Kunden vor oxidativem Stress schützen. Auf Sie wartet kosmetische Chemie spannend und verständlich verpackt. - Der zweite Teil startet in die Planungs- und Herstellungspraxis: Die Analyse Ihres eigenen Hautzustands ist die Ausgangsbasis für die Auswahl eines geeigneten kosmetischen Produkttyps; exemplarisch werden Sie anschließend Schritt für Schritt bei der Konzeption einer Creme begleitet. Rührkurse helfen bei der Herstellung von Öl-in-Wasser- sowie Wasser-in-Öl-Emulsionen, Hydrogelen, Hydrodispersions- und Liposomengelen, der Verarbeitung von Lecithinen und Tensiden, der Herstellung von Puder und Lippenstiften – also einer breiten Palette an kosmetischen Produkten. Sie lernen, Pflanzen mit modernen und die Inhaltsstoffe schonenden Verfahren zu duftenden Extrakten zu verarbeiten, die Ihre persönliche Naturkosmetik prägen. Eine Besonderheit sind von mir entwickelte Emulgator- und Wirkstoff-Compounds, die die Verarbeitung von wertvollen pflanzlichen Rohstoffen und die Herstellung wirksamer und hautphysiologischer Naturkosmetik erleichtern: neben zwei bekannten Compounds, der Phytosterol- und der Barriereschichtbasis finden Sie u. a. mein Herbalgel auf Basis pflanzlicher Extrakte, meine Cremebasis Soft und meine Phospholipidbasis.
- Das Rezeptbuch als dritter Teil folgt gezielt einem speziellen Konzept: den einzelnen, nach ihrem kosmetischen Zweck unterteilten Rezepturen sind jeweils Informationen über den Produkttyp vorangestellt, die von einer tabellarischen Übersicht typischer Inhaltsstoffe und ihren Funktionen in den Produkten begleitet werden. Auf diese Weise lernen Sie, wie z. B. eine Reinigungsmilch, eine Zahncreme, Gesichtswässer und -öle, Deodorantien oder Sonnenschutzprodukte konzipiert werden können. Mir war dieser Aspekt sehr wichtig, weil es Sie unabhängig macht und Ihnen ermöglicht, eigene Formulierungen zu entwickeln. 46 Rahmen-Formulierungen und 75 naturkosmetische Rezepturen decken ein breites Spektrum von Anwendungsbereichen und konzeptionellen Ansätzen ab.
- Der Anhang hält viele hilfreiche Tabellen zum schnellen Nachschlagen für Sie bereit. Sie haben z. B. kein Glycerinstearat SE oder kein Sodium PCA zuhause? Tauschtabellen nennen Ihnen, wo möglich und sinnvoll, Ersatzmöglichkeiten für nicht vorhandene Rohstoffe und Emulgatoren. Aus dem ersten Buch habe ich eine Übersicht über Rohstoffe und Emulgatoren, ihre Einsatzkonzentrationen und Verarbeitungshinweise übernommen – dies erschien mir sinnvoll für alle, die das erste Buch nicht besitzen. Besonders hilfreich ist eine Übersicht mit einer Zusammenstellung bewährter Wirkstoffkombinationen für unterschiedliche Hautsituationen, die Einsteigern bei der Konzeption ihrer ersten eigenen Rezepturen unterstützen. Öle und Buttern sind in einer Tabelle mit ihren wesentlichen Kenndaten (Spreitwert, Typ und Ölgruppe) aufgeführt. Schließlich finden Sie neben einer Übersicht über Bezugsquellen eine spezielle Auflistung von Rohstoffen, die es nicht überall gibt (z. B. Ceramide III, Sodium PCA, Zinc PCA, Plantapon SF, Phospholipon® 80 H u.a.) und wo Sie sie erhalten können.


