22.04.

»Aqua herba«

Veröffentlicht am 22.04.2011

Meine in den letzten Tagen frisch hergestellten Pflanzenauszüge haben sich zu einer wundervollen Komposition gefügt: duftende Hydrolate aus Melisse, Mädesüß und Römischer Kamille sowie Extrakte aus Jiaogulan und Centella asiatica sind Grundlage für mein grüngoldenes »Aqua herba«. Die letzten Tage waren einfach herrlich: durch die Natur streifen, Pflanzen ernten (eine Handvoll jeweils, ich benötige für mich nur wenig), sie zuhause verarbeiten schenken eine unglaubliche innere Ausgeglichenheit! Um so schöner ist es, am Ende eines Tages die Essenz dieser Stunden im wahrsten Sinne des Wortes in der Hand zu halten.


Die Herstellung der Frischpflanzenauszüge habe ich in meinen letzten Beiträgen beschrieben, hier ist das einfache (und unglaublich intensiv duftende) Rezept. Ich habe die Mengen der Auszüge so berechnet, dass ich von einem Auszugsmittel aus 50 % reinem Alkohol (95 bzw. 96 % vol.), 20 % reinem Glycerin (99,5 %, bio) und 30 % Hydrolat bzw. Wasser ausgegangen bin und das Tonikum mit 20%ig Alkohol auf gesamt konserviert habe. In der Realität wird der Alkoholgehalt der Extrakte nicht mehr vollen 50 % entsprechen, da das frische Pflanzenmaterial verdünnend wirkt. Keine Angst vor dem Alkohol: er verdunstet sehr schnell und trocknet nicht aus, wenn Sie anschließend Ihre gewohnte Pflege verwenden.

Aqua herba (50 g)

  • 12,0 g Mädesüß-Hydrolat
  • 10,0 g Melissen-Hydrolat
  • 10,0 g Römische Kamille-Hydrolat
  • 9,0 g Frischpflanzenauszug aus Jiaogulan
  • 9,0 g Frischpflanzenauszug aus Centella

Die Konservierung wird durch die Pflanzenauszüge geleistet; der Anteil an Glycerin wirkt leicht hydratisierend. Ich habe das Aqua herba in eine Pumpspenderflasche gefüllt und trage das Tonikum mit einem Pad auf. Anschließend sollte eine leichte Pflege ergänzt werden, z. B. eine auf den Hautzustand abgestimmte Ölmischung, ein Oleogel (Ölgel) oder eine Emulsion.

Passen Sie die Rezeptur an Ihre Bedürfnisse (und Ihren Rohstoffschrank) an. :)


5 Kommentare zum Beitrag »Â»Aqua herba««

  • vrana sagt:

    Was für ein schönes Rezept, danke Heike ! Ich finde deine Idee, Glycerin mit Alkohol als Auszugsmittel zu kombinieren sehr gut- das werde ich auf jeden Fall ausprobieren. Dein “Aqua Herba” ermöglicht es außerdem, die ( bisher eben alkoholischen) Tinkturen effektiv einzusetzen. Bei mir ist es auch so, dass, obwohl ich möglichst kleine Mengen davon herstelle, am Ende des Jahres doch einiges überbleibt. Bisher verwendete ich sie nur zum Konservieren von Emulsionen. Danke !!
    Liebe Grüße vrana

    • Heike sagt:

      Guten Morgen, liebe Vrana,

      solche Mischungen gibt als käufliche Produkte, von denen ich mich gerne inspirieren lasse (wobei dort bevorzugt vergällte Alkohole eingesetzt werden, die wir nicht mögen). :-) Nein, meine Idee ist das nicht.

      Ich wollte einfach Lust darauf machen, selbst Pflanzenauszüge herzustellen, und Fotos wirken auf mich immer sehr einladend, wenn ich sie woanders sehe.

      Der Glycerinanteil ist gering, aber ich meine ihn zu spüren, die Haut wirkt (rein subjektiv) weicher.

      Liebe Grüße
      Heike

  • silky sagt:

    Hallo Heike,
    oh, diese feine Idee und Umsetzung sah ich erst heute früh.

    Momentan habe ich keine Pflanzenauszüge.So wandelte ich dein Vorschlag leicht ab, mit nur Hydrolaten (Kornblume, Cistrose und Mädesüß) Weingeist und Glycerin.

    Es ist schon in dieser Herstellung wunderschön,(musste ich gleich testen) das Glycerin sehr spürbar.

    Bald werde ich meine Centella und den Jiaogulan plündern ;-))

    Danke Dir, liebe Grüße
    silky

  • Angela sagt:

    Hallo Heike,
    wieder einmal hast du mich um eine wunderbare Idee bereichert!
    Und das geht jetzt schon seit 2007 so ;-)

    Danke dafür,
    Angela

  • chhelga sagt:

    Liebe Heike,

    Dein Aqua Herba riecht nicht nur gut sondern fühlt sich traumhaft an :-)
    Vielen herzlichen Dank!!

    Liebe Grüße
    Helga

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