27.01.

Aloe-Vera-200:1-Basis

Veröffentlicht am 27.01.2012 | Noch kein Kommentar vorhanden

Ich schätze Aloe Vera in meinen eigenen naturkosmetischen Produkten. Neben reinem Aloe-Gel von Santaverde verwende ich am liebsten Aloe-Vera-Pulver 200:1 von Gisella Manske, weil es mikrobiologisch stabiler ist. Einziger Nachteil: das Pulver ist stark hygroskopisch, und Luftfeuchtigkeit verwandelt es innerhalb weniger Wochen in eine klumpige, klebrige Masse, gleich wie sorgfältig ich es verpacke.
Ich habe vor Monaten ein Experiment gewagt, als der Blick in meinen Vorratsschrank ein niederschmetterndes Ergebnis zeigte: wieder war der Inhalt in wenigen Wochen zu einem undefinierbaren Klumpen verschmolzen. Kurzerhand mischte ich einen Teil des Pulvers mit 2 Teilen pflanzlichem Bio-Glycerin – das Ergebnis sehen Sie auf dem Foto: ein homogenes, stabiles Cremegel. Ich habe mein Rührwerk verwendet und alle Ingredienzien (die bereits zusammengebacken waren) bei 2000 rpm dispergiert. 0,5–1%ig eingesetzt erhalten Sie mit diesem Konzentrat ein ca. 30–60%iges Aloe-Gel. Wem dies zu konzentriert (oder die feine Dosierung zu heikel ist), kann die Glycerin-Menge erhöhen und andere Konzentrationen erreichen. Probieren Sie es aus, es klappt vorzüglich! Mittlerweile stelle ich prinzipiell diese Aloe- Basis her; mit frischem Pulver geht dies kinderleicht. Ich bewahre es im Kühlschrank auf; die Haltbarkeit beträgt nach meinen Erfahrungen mindestens 6 Monate.

20.01.

TEGO® Care 450, PSC-3 und PS (Emulsan) im Vergleich

Veröffentlicht am 20.01.2012 | 4 Kommentare

TEGO® Care PSC-3Seit vielen Jahren ist Emulsan (TEGO® Care PS) ein bewährter und zuverlässiger Emulgator für haptisch angenehme O/W-Cremes und Lotionen. Seit einigen Monaten verwende ich einen weiteren Emulgator aus der TEGO-Gruppe, TEGO® Care PSC-3 – und seit Herbst ist TEGO® Care 450 Kandidat in meiner Rührküche. Alle 3 sind in der Verarbeitung unkompliziert und naturkosmetik-konform, und so stellt sich natürlich die Frage, was sie unterscheidet und wie sie sich im direkten Vergleich zeigen. Ich habe verglichen, in diesem Beitrag finden Sie einige Ergebnisse zusammengefasst.

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12.01.

Splashs, Fluids, Seren? Dermofeel® G 10 LW!

Veröffentlicht am 12.01.2012 | 2 Kommentare

Dermofeel® G 10 LW (Polyglyceryl-10 Laurate)Im Oktober 2011 habe ich ihn das erste Mal in der Rührküche vorgestellt: Dermofeel® G 10 LW, ein pflanzliches Tensid auf Basis von Glycerin und Laurinsäure, das mir zuvor durch verschiedene naturkosmetische Produkte ins Auge gefallen war. »Polyglyceryl-10 Laurate« ist das Zauberwort, das uns in den INCI klarer Deo- und Aroma-Roll-Ons, in Body Splashs, in Gesichts-Seren, -wasser und -fluids begegnet. Lange Wochen wartete mein Muster geduldig auf mich, bis ich nach Weihnachten endlich Zeit für einige Tests fand. Mein Fazit entspricht meinen Erwartungen, mit dem ich ihn gezielt ausgesucht habe: Dermofeel® G 10 LW ist ein innovatives, naturkosmetik-konformes Tensid, das – so denke ich – eine wichtige Lücke innerhalb der Palette uns verfügbarer grenzflächenaktiver Substanzen füllen wird.

Was macht ihn so interessant? Dermofeel® G 10 LW ist mit einem HLB-Wert von 16 Emulgator, Tensid und Lösungsvermittler zugleich. Seine Stärke ist die Solubilisierung, also die Lösung von Lipiden in einer Wasserphase zu einer klaren bis milchigen Flüssigkeit. Mit Lipide sind nicht nur pflanzliche Öle gemeint, sondern fettartige Substanzen im weitesten Sinne: ätherische Öle (dies ist sehr interessant für meine aromatherapeutisch orientierten Leserinnen und Leser) und lipophile Wirkstoffe wie z. B. Tocopherol und Bisabolol. Sie möchten einen duftenden Aroma-Roll-On kreiieren? Ein stabiles, nichtfettendes Haarpflege-Spray? Einen erfrischenden Body Splash auf Basis von Hydrolaten, ätherischen Ölen und einem Hauch pflegenden Öls oder ein transparentes Deo-Roll-On, das nicht unter den Achseln klebt? Ich auch. :-) Das ist der Grund, warum mich dieses Produkt so neugierig gemacht hat.

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04.01.

Naturkosmetik selber machen. Das Handbuch

Veröffentlicht am 04.01.2012 | 12 Kommentare

Naturkosmetik selbermachen. Das Handbuch

In den letzten Wochen erreichen mich mehr und mehr ungeduldige Anfragen: »Heike, wann kommt Dein zweites Buch?« Im Frühjahr – der Zeitpunkt rückt näher, und daher möchte ich einen kleinen Einblick in das geben, was interessierte Leserinnen und Leser erwartet. Ich stelle Ihnen die inhaltliche Gliederung vor und zeige erste Fotos und Details einiger naturkosmetischer Formulierungen aus dem Buch. Eine Leseprobe zum Download wird folgen, versprochen – ich möchte sie in Ruhe zusammenstellen.Gut 480 Seiten werden im 2. Buch die Ergebnisse meiner Arbeit der letzten Jahre zusammenfassen: Während in meinem Buch Naturkosmetische Rohstoffe die Ingredienzie­n naturkosmetischer Produkte im Fokus standen, sind es in diesem Buch die Konzeption und Produktion naturkosmetischer Produkte in der heimischen Rührküche sowie in der kosmetischen oder aroma-therapeutischen Praxis: Das Herstellen von Naturkosmetik ist ein Handwerk, seine Regeln lasse­n sich lernen.

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27.12.

»Natürlich« konservieren: Leucidal® Liquid SF

Veröffentlicht am 27.12.2011 | Noch kein Kommentar vorhanden

Leucidal® Liquis SFNatürliche Konservierungsstrategien sind eine Herausforderung für jeden, der hautphysiologisch orientierte Naturkosmetik herstellen möchte. Sie wissen: Sobald unsere Produkte Wasser enthalten, sind sie anfällig für mikrobielle Kontamination. Das Gefährliche ist, dass wir eine kritische Verkeimung, die hautirritierende Wirkungen haben kann, nicht einmal sehen oder riechen können. Die heute für uns verfügbaren natürlichen Konservierungsmittel weisen mehrheitlich eine zuverlässige Breitbandwirkung auf, bringen jedoch fast immer einen sehr typischen Eigengeruch mit oder konservieren nur in einem begrenzten pH-Wert-Bereich. Vielseitig ist zweifellos reiner Weingeist, dem zu Unrecht in den benötigten Mengen der Makel einer austrocknenden Wirkung anhaftet. Dennoch: alternative Strategien tun Not.

Vor wenigen Wochen kontaktierte mich eine Firma, die u. a. ein innovatives, antimikrobiell wirkendes Konservierungsmittel anbietet, das völlig natürlichen Ursprungs ist. Es handelt sich um Leucidal® Liquid SF der Firma Actice Micro Technologies und trägt die INCI-Bezeichnung Lactobacillus Ferment. Das biotechnologische Herstellungsprinzip dieses Produkts nutzt ein Bakterium, das im Herstellungsprozess eines traditionellen korianischen Lebensmittels eine wesentliche Rolle spielt: Kimchii, fermentierter Chinakohl. Leuconostoc kimchii ist eines der 15 Leuconostoc-Species, die an diesem speziellen Fermentationsprozess beteiligt sind. Während des Fermentationsprozesses produziert dieses Bakterium Peptide (also eine Verbindung von Aminosäuren), die antimikrobielle Wirkungen zeigen. »SF« steht für »salicylate free«: bei dem Vorgängerprodukt wurde der Fermentationsprozess mit Salicylsäure gestoppt, sodass Analysen Spuren dieser Säure u. U. hätten nachgewiesen werden können. Es war daher ein sinnvoller Schritt, das neue Produkt durch einen veränderten Fermentationsprozess herzustellen, der eine Nutzung von Salicylsäure überflüssig macht.

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02.12.

Buchneuerscheinung: Korneotherapie – Bindeglied zwischen Dermatologie und Kosmetik

Veröffentlicht am 02.12.2011 | 4 Kommentare

Es liegt auf meinem Schreibtisch, beim Umblättern der Seiten nehme ich den Duft frischer Druckfarbe wahr (den ich sehr liebe!): das neu erschienene Buch von Dr. Hans Lautenschläger, promovierter Chemiker mit einer faszinierenden Vita und anerkannter Spezialist auf dem Gebiet hautphysiologisch orientierter Hautpflegeprodukte. Auch wenn sich das Buch primär an einen Personenkreis richtet, der beruflich im Bereich der Pharmazie, Dermatologie oder in der dermatologisch ausgerichteten Kosmetikpraxis tätig ist, profitieren auch privat Interessierte von seiner Informationsdichte und dem verständlichen, angenehmen Schreibstil. Wer hochwertige, hautphysiologische und wirksame Naturkosmetik herstellen möchte, wird die hier skizzierten Grundlagen kosmetischer Chemie schätzen.
Ich habe Dr. Hans Lautenschläger persönlich kennengelernt, und aus unseren Gesprächen konnte ich sehr viele Anregungen und Antworten auf meine spezifischen Fragen mitnehmen, für die ich sehr dankbar bin. Wer Olionatura kennt, wird feststellen, dass mich die Korneotherapie und ihr hautphysiologische Ansatz in meiner Motivation, das Selbermachen von Naturkosmetik als faszinierendes und anspruchsvolles Handwerk publik zu machen, stark geprägt haben.
Begleiten Sie mich und lassen Sie uns einen ersten Blick in dieses neue Kompendium werfen.
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01.12.

So klappt’s auch mit der Kakaobutter

Veröffentlicht am 01.12.2011 | 2 Kommentare

Ich schätze Kakaobutter als naturkosmetischen Rohstoff: Emulsionen erhalten eine wunderbar weiche Haptik, Body Melts und Lippenstiften schenkt sie ihren Duft und ihren besonderen Schmelz. Die Verarbeitung birgt jedoch bisweilen Tücken; mir selbst ist es vor Jahren passiert, dass Badepralinen nicht mehr richtig fest wurden. Das ist sehr ärgerlich, vor allem dann, wenn es eine größere Charge betrifft, die als Geschenk gedacht war. Im Internet fand ich schnell den Hinweis, dass man Kakaobutter nicht zu hoch erhitzen dürfe – und so vermutete ich die Gründe im damaligen Desaster in der zu hohen Erhitzung der Kakaobutter. Zu recht, wie ich mittlerweile aus eigenen Recherchen zu den Hintergründen bestätigen kann, aber mittlerweile verstehe ich auch, warum mir in späteren Versuchen Body Melts und Badepralinen trotz höherer Erhitzung gelungen sind. Die Temperatur spielt tatsächlich die Schlüsselrolle in manchen stillen Dramen unserer Rührküchen, aber wir können diese Dramen in wahre Lustspiele wandeln. Wie, erfahren Sie in diesem Beitrag.

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22.11.

Herzlichen Glückwunsch zur diplomierten Aromapraktikerin, Andrea!

Veröffentlicht am 22.11.2011 | 3 Kommentare

Andrea Bregar, KräuterpädagoginIn einem meiner letzten Beiträge durfte ich Andrea Bregar als Kräuterpädagogin vorstellen; heute obliegt mir die Ehre, sie als diplomierte Aromapraktikerin zu begrüßen. Liebe Andrea, ich gratuliere Dir von Herzen und spreche Dir den höchsten Respekt aus. Ich freue mich sehr für Dich!

05.11.

Ein Überblick: Bechergläser

Veröffentlicht am 05.11.2011 | 2 Kommentare

Bechergläser

Von links: 25 ml niedrig, 50 ml niedrig, 100 ml niedrig, 150 ml hoch, 250 ml niedrig

Eines der gebräuchlichsten Utensilien in der Herstellung von Naturkosmetik sind Bechergläser: sie sind hitzebeständig, gut zu reinigen, autoklavierbar und in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich. Mittlerweile habe ich durch den Einsatz verschiedener Rührwerkzeuge wie Stabmixer und Flügelrührer, die ich die letzten Jahre testete, meine persönlichen Favoriten gefunden. Um Ihnen die Wahl leichter zu machen, finden Sie in diesem Beitrag eine Tabelle mit Höhen- und Außenmaßen gängiger Bechergläser, die Ihnen den nächsten Einkauf erleichtert und die ich meinem im Februar 2012 erscheinenden Handbuch »Naturkosmetik selber machen« entnommen habe. Durch die Glasdicke, die je nach Hersteller geringfügig differiert, kann der Innendurchmesser leicht variieren –  ein gewisser Spielraum sollte also beim Kauf eingeplant werden. Daneben zeige ich Ihnen gängige Bechergläser für bestimmte Rühraufsätze, die ich bereits 2008/2009 auf Olionatura veröffentlicht habe.

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09.09.

Die Wahrheit über Fluidlecithin Super

Veröffentlicht am 09.09.2011 | 3 Kommentare

Manchmal entpuppt sich die Recherche über einen Rohstoff als wahrer Krimi. Fluidlecithin Super, das «High End-Lecithin« der Hobbythek, führte 2008 in Foren zu Irritationen, als eine aufmerksame Kundin die veränderte Zusammensetzung dieses Produkts entdeckte. Ehemals als reines Phosphatidylcholin ca. 50%ig in Distelöl angeboten, entpuppte sich die neue Formulierung als Substanzgemisch aus »Lecithin, Carthamus Tinctorius Oil, Glycerin, Caprylic/Capric Triglyceride, Alcohol, Glyceryl Stearate, Ascorbyl Palmitate«.

Immer noch geistert die Aussage durch Internet und Literatur, es gebe noch Quellen für das ursprüngliche Produkt. Ich muss Sie enttäuschen (?): dem ist nicht so. Ich bin den Hinweisen gefolgt, habe der freundlichen Inhaberin von PuraNatura in Nürnberg (die angeblich, laut einem vorliegenden »aktuellen« Datenblatt, das originale Produkt führen soll) telefonisch die Situation geschildert und nach der Zusammensetzung des im Shop angebotenen Lecithins gefragt. Zuvorkommend nannte sie mir die INCI des originalen Produkts und freundlicherweise, auf meine Nachfrage, auch ihren Lieferanten (ein herzliches Danke noch einmal an dieser Stelle). Nur: dieses Produkt wird seit 2007 nicht mehr hergestellt.

Hinter Fluidlecithin Super steckt seit 2007 das Handelsprodukt Phosal® 50 SA+ der Firma Lipoid. Das Plus im Namen steht dort seit 2007, wie man mir dort mitteilte, denn in diesem Jahr wurde die Rezeptur des ursprünglichen Produkts, Phosal® 50 SA, das die Hobbythek® lange Zeit als Fluidlecithin Super angeboten hat, wie bekannt verändert. Die Historie des Produkts ist interessant, ebenso wie die Historie der Firmen, die es entwickelt und vertrieben haben – aber das ist nicht unser Thema. :-)

Nun: Mit diesen Informationen telefonierte ich nach meinem netten Kontakt mit Frau Rosenwirth vorahnungsvoll mit ihrem Lieferanten – und der bestätigte mir, dass er seit Jahren selbstverständlich das neue Phosal® 50 SA+ verkauft. Ergo bietet auch Frau Rosenwirth von PuraNatura ein Substanzgemisch aus »Lecithin, Carthamus Tinctorius Oil, Glycerin, Caprylic/Capric Triglyceride, Alcohol, Glyceryl Stearate, Ascorbyl Palmitate«. Im Shop ist das diskret gelöst, dort steht absolut korrekt: »Emulgator aus dem Flüssiglecithin des Sojaöls. Enthält mindestens 50% Cholinphospholipid«.

Gleich wo Sie kaufen, was immer Shops als INCI angeben (oder auch nicht): Sie kaufen Phosal® 50 SA+. :-)

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